Body & Mind

Nimm dir deine Me-Time: 6 Wahrheiten über Erholung

Jeder Fitness-Begeisterte weiß, dass Muskeln nicht während des Gewichthebens aufgebaut werden, sondern in den Pausen zwischen den Trainingseinheiten. Während wir uns erholen, kann unser Körper den „Schaden“ reparieren, der während dem Training entstanden ist. Und um sich auf zukünftige Belastungen vorzubereiten, wird er ein wenig stärker als zuvor – ein Prozess, der Überkompensation genannt wird. Das gleiche Prinzip gilt für unseren Geist. Regelmäßige Entspannung ermöglicht es uns nicht nur, unsere mentalen Batterien aufzuladen, sondern auch unsere Leistung zu verbessern. Aber leider ist richtige Erholung in unserer digitalisierten Welt, in der wir ständig erreichbar und alarmbereit sind, recht selten geworden. Die Folgen sind gravierend: Zu viel Stress kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, wie Bluthochdruck, chronische Müdigkeit, Angstzustände und Depression. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen, erfordert glücklicherweise nicht viel tatsächliche Lebenszeit oder Ressourcen. Hier sind 6 Wahrheiten über Erholung, die dir helfen, die Pause-Taste zu drücken und Energie zu tanken.

Woman sitting in front of a VAHA fitness mirror, drinking a cup of tea

1. Entspannung beginnt im Kopf

Der größte Gegner von Entspannung ist Stress – und der beginnt im Kopf. Wie wir auf Dinge reagieren, hat großen Einfluss darauf, wie viele Stresssignale unser Körper aussendet. Wenn du dir z. B. jeden Konflikt bei der Arbeit total zu Herzen nimmst, wird es dir noch schwerer fallen, in der Freizeit zu entspannen und abzuschalten. Doch es gibt einfache Tricks, die dir helfen, eine entspanntere Haltung zu entwickeln. Zum Beispiel: eine 5-Minuten-Meditation. Wenn sich dein Gedanken im Kreis drehen, schließe einfach für einen Moment die Augen und konzentriere dich auf deinen Atem oder ein selbst gewähltes Mantra. So kannst du den Kopf freimachen und anschließend gelassener mit Problemen umgehen. Meditation ist übrigens auch ein großartiges Hilfsmittel für deine Schlafenszeit-Routine. Wenn du abends den Kopf nicht abschalten kannst und Probleme beim Einschlafen hast, solltest du es dir zur Gewohnheit machen, vor dem Schlafengehen zu meditieren. Du wirst bald merken, wie sich die Schlafqualität drastisch verbessert – probier es gleich heute aus!

2. Bewegung baut Stress ab 

Aus evolutionärer Sicht reagiert unser Körper auf Stress immer noch auf die gleiche Weise wie bei unseren frühesten Vorfahren: Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet, unser Herz schlägt schneller, die Atmung wird flach und unsere Muskeln spannen sich an. Nützlich, wenn man mit einem Bären kämpfen oder vor einem Säbelzahntiger fliehen muss. Aber im modernen Büroalltag, wo unsere Stressoren Kinderbetreuung, Zoom-Meetings oder Projekttermine heißen, ist diese Fight-or-Flight Reaktion weniger hilfreich. Die Folgen: Bei täglichem Stress bauen wir einen chronisch erhöhten Spiegel an Stresshormonen auf, der auf Dauer zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck, Schlafstörungen oder Burnout führen kann. Doch zum Glück gibt es auch hier ein simples Mittel, um mit diesem Problem umzugehen – Sport! Ein ordentliches Workout kurbelt unsere Wohlfühlhormone wie Endorphin und Serotonin an, die nicht nur den aufgestauten Stress neutralisieren, sondern auch das Immunsystem stärken und unseren Körper leistungsfähiger machen. Welchen Sport du wählst, um deinen Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, bleibt vollkommen dir überlassen. Manche lieben den Power-Kick beim Boxen oder HIIT-Training. Aber auch ruhigere Bewegungsabläufe wie Yoga sind sehr effektiv. Das Wichtigste ist, dass du Spaß daran hast und dich ordentlich bewegst!

3. Digital Detox und Singletasking 

Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen immer mehr, besonders wenn wir von zu Hause aus arbeiten. Durch die ständige Erreichbarkeit via Laptop, Handy und Co. verbringen wir auch den Großteil unserer Freizeit vor dem Bildschirm. Einfach mal die Kehrtwende einzuschlagen und eine technologiefreie Zeit zu verbringen, kann daher extrem befreiend sein. Anstatt alle 2 Minuten auf dein Telefon zu schauen, nimm dir etwas Zeit, um alle elektronischen Geräte beiseitezulegen und dich bewusst einer einzigen Sache zu widmen – eine ideale Gelegenheit, um Achtsamkeit zu trainieren. Nimm dir die Zeit für ein intimes Gespräch, tanke neue Energie bei einem Spaziergang in der Natur oder schlürfe einfach nur eine Tasse Tee, ohne irgendwelche Ablenkung. Bewusstes Singletasking entschleunigt unseren Alltag und macht uns empfänglicher für die kleinen, feinen Momente des Lebens.

4. In der Ruhe liegt die Kraft – aber auch in der Anstrengung

„Entspannung“: Das ruft sofort das Bild hervor, gemütlich auf der Couch zu liegen, das Knabberzeug griffbereit, während im Fernsehen die Lieblingsserie läuft. Doch je nach Lebenssituation kann der umgekehrte Weg manchmal sogar effektiver sein: werde aktiv und fordere dich selbst heraus! Egal ob Basketballspielen mit Freunden oder das Erlernen einer neuen Sprache: Eine selbst gewählte Herausforderung kann die Wohlfühlhormone genauso ankurbeln wie ein Tag im Spa. Außerdem stärkt es dein Selbstvertrauen und deine emotionale Widerstandsfähigkeit, wenn du dich Herausforderungen stellst und etwas Neues lernst. Wenn du darüber nachdenkst, wie du dich Entspannung kannst, stell dir einfach folgende Frage: Was brauche ich im Moment? Ruhe und Einsamkeit oder Action und Adrenalin? Die Balance ist der Schlüssel!

5. „Nein“ sagen: Entspannung braucht Grenzen

Jeder von uns möchte der perfekte Freund, Ehepartner oder Kollege sein. Wünsche von Menschen, die uns wichtig sind, abzulehnen, fällt den meisten von uns daher besonders schwer. Aber so füllen wir unseren Terminkalender oft mit Aufgaben, die uns eigentlich überfordern. Zu lernen, Nein zu sagen, ist also entscheidend für ein ausgeglichenes Leben. Wenn es dir dennoch schwerfällt, klare Grenzen zu setzen, überlege einmal, warum. Vielleicht liegt es an dem unbewussten Wunsch, es immer allen recht zu machen und niemals Ärger oder Enttäuschungen zu verursachen? Allein das Anerkennen der zugrunde liegenden Gründe kann es leichter machen, Nein zu sagen und Zeit für Entspannung zu reservieren. Und vergiss nicht: Jedes „Nein“ schafft Raum für die Dinge, die dir wirklich wichtig sind.

6. Entspannung ist individuell

Bei all diesen Ratschlägen solltest du eines nicht vergessen: Entspannung sieht für jeden anders aus! Als Orientierung lässt sich sagen, dass sie oft im Ausgleich zum Alltag auftritt. Du sitzt 10 Stunden am Tag vor dem Computer? Dann ist ein Spaziergang um den Block oder eine Radtour am Wochenende vielleicht genau das, was du brauchst. Du hast einen körperlich anstrengenden Job? Dann tanke neue Energie, während du abends auf der Couch liegst. Egal, wie deine Version von Entspannung aussieht, eine Tatsache gilt für uns alle: Erholung ist keine Luxusaktivität, die wir uns nur zweimal im Jahr im Urlaub gönnen sollten. Entspannung ist wichtiger Bestandteil eines ausgewogenen Lebensstils. So wie Profisportler feste Regenerationsphasen einplanen, sollten auch wir in unserem hektischen Alltag Zeit für Entspannung reservieren. So bauen wir Stress ab, vermeiden chronische Erschöpfung und führen ein glücklicheres, gesünderes und erfüllteres Leben!

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